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Menschenwürde als vom Glauben getragenes Grundprinzip erkennen und sich dafür einsetzen

Teilkompetenz RU 7 . Klasse

Die Schülerinnen und Schüler können die Menschenwürde als vom Glauben getragenes Grundprinzip eines humanen Ethos erkennen, erläutern und sich dafür einsetzen.

Lebensweltbezug

Jugendliche bewegen sich in Schule und Freizeit in verschiedenen realen und virtuellen Räumen. Zunehmend sind sie gefordert, eigenständig Entscheidungen der Lebensführung zu treffen.
Gerade in den sozialen Medien ist zunehmend eine Verrohung und eine Missachtung der Menschenwürde zu beobachten. Die Jugendlichen müssen lernen, dies zu erkennen, sowie ihre Entscheidungen und deren Auswirkungen auf andere zu verantworten. Sie sollen lernen, sich stark zu machen für die Würde allen Lebens.

Inhaltsaspekte
  • Mensch als Abbild Gottes Gen 1,26f – als Mann und Frau (männlich und weiblich) – Menschenwürde (Querverweise A8. / B1. / C5. / C7. / E1. / E 2. / E7. / D7. Geschichten vom Anfang)
    Was kann unter Würde verstanden werden? Warum ist der Begriff der Menschenwürde wichtig? Unterscheiden sich Säugling, Kind, jugendliche, erwachsene, beeinträchtigte oder alte Person in ihrer Würde?
    Inwieweit beeinflussen das Geschlecht, die Herkunft, die Hautfarbe, das Aussehen, die sexuelle Orientierung die Haltungen gegenüber der Würde des Menschen? Wo wird aktuell Menschenwürde missachtet?
  • Freiheit (bedingte) und Verantwortung (Freiheit und gegenseitige “Abhängigkeit”/angewiesen sein) - Gal 5,12-13 (Querverweis D7. Personen der zeitgenössischen Kirchengeschichte)
  • Menschenrechte – Bezug zu den 10 Geboten Ex 20,2-17 / Dtn 5,6-21 und der Goldenen Regel Mt 7,12
  • Verletzung der Menschenwürde (Vergl. 2 Kor 5,16-20) – z.B. in sozialen Medien
  • Sich und andere schützen können
  • Gott steht auf Seiten der Entrechteten und Schutzlosen(Vergl. Sir 35,16-22; Dtn 10,18-22; Ps 72,1-4; Joh 8,1-11, ausserdem 10 Gebote Ex 20,2)
Umsetzungsimpulse
  • Beispielhafte Chat-Nachrichten im Blick auf die Menschenwürde und die Gottebenbildlichkeit (der Mensch ist geschaffen als Abbild von Gott) hin überprüfen.
  • Alternative Ausdrucksweisen entwickeln, z.B. für Ärger entwickeln – gewaltfreie Kommunikation.
  • Einen Verhaltenscodex entwickeln für den Klassenchat und dessen Einhaltung laufend überprüfen und/oder bestehende Klassenregeln auf dem Hintergrund der Gottebenbildlichkeit überprüfen, ergänzen, weiterentwickeln.
  • Formen der gegenseitigen Mitverantwortung entwickeln - z.B. einander aufmerksam machen, Missachtung im Unterricht thematisieren ...

Material auf reli.ch (Zugang erforderlich)

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